Säure-Basen Gleichgewicht

Säure-Basen Gleichgewicht



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Basentabletten

Calcium - Magnesium 2:1

Es gibt viele Nahrungsmittel in den westlichen Industriegesellschaften, die die Stoffwechsel-Säuren erhöhen und somit die Säure-Basen-Balance im Körper stören. Die wesentlichen sind: tierisches Protein, Salz (Natriumchlorid), Kaffee, raffinierter Zucker, Alkohol, Nikotin (Zigaretten), aluminiumhaltige Antazida, Protonenpumpen Inhibitoren (PPI), Medikamente wie Antibiotika, Schilddrüsen-Hormone usw.

Genau diese Nahrungsmittel (und Medikamente) spielen aber in unseren westlichen Gesellschaften die grosse Rolle. Wir konsumieren in Deutschland, Osterreich und der Schweiz pro Kopf und Jahr z.B. ca. 90 kg Fleisch. Der so ausgelösten Stoffwechsel- Übersäuerung kann der Körper nur auf zwei Wegen begegnen: Ausscheiden von Säure über den Magen oder über die Niere. Der erste Weg führt zum „sauren Magen", den die Standard-Medizin heute entweder mit aluminium-haltigen Antazida oder mit Protonenpumpenhemmern, die sogar noch die weitere Übersäuerung des Körpers fördern und zu Magnesium-Stoffwechselstörungen und Vitamin-B12-Mangel fuhren, „behandelt".

Der zweite Weg, Entsäuerung über die Niere, führt zu einem erheblichen Verlust von Calcium. Denn die Niere kann Säure nur gleichzeitig mit Calcium ausscheiden.

Die Untersuchungen der Arbeitsgruppe um WG. Robertson haben schon 1979 gezeigt, dass mit dem Anstieg des Protein-Gehalts der Ernährung auch der Verlust von Calcium über den Urin ansteigt (252, 253). Gleichzeitig erhöht sich die Konzentration von Oxalsäure (ein „Abfallprodukt" aus dem Aminosaure-Stoffwechsel) im Urin, und parallel dazu erfolgt der Anstieg der Bildung von Calciumoxalat-Steinen im Nierenbecken. Der kontinuierliche, zum erheblichen Teil ernährungsbedingte Calcium-Mangel führt über drei Jahrzehnte schließlich von der Osteopenie (erniedrigte Knochendichte) zur Osteoporose (stark erniedrigte Knochendichte mit hoher Bruchgefahr). Die umfangreichste Metaanalyse aller Zeiten dazu führten BJ Abelov und Kollegen 1992 durch. Sie untersuchten 34 Studien in 16 Ländern und belegten eine signifikante Beziehung zwischen der Menge an Protein in der Ernährung und der Häufigkeit von Hüftfrakturen. In diesem Zusammenhang sind mehrere Punkte wichtig: 1. Die Hyperoxalurie, also die erhöhte Ausscheidung von Oxalsäure mit dem Urin, kann durch eine erhöhte Calcium-Aufnahme vermieden werden. 2. Zitronensäure, die über die Niere ausgeschieden wird, vermeidet auch die Bildung von Calcium-OxalatSteinen. Ja, sie kann sie sogar wieder auflösen. 3. Gleiches gilt für Magnesium. Magnesium-Oxalat hat eine deutlich höhere Löslichkeit gegenüber Calcium- Oxalat. Die Bildung von Calcium-Oxalat Nierensteinen entsteht also offensichtlich nicht, wie häufig behauptet, durch erhöhte Calcium Aufnahme.

Vielmehr kann sie durch die Supplementierung von Calcium und Magnesium, besonders in Form von Citrat- Salzen, vermieden werden.

Fassen wir zusammen: Eine proteinreiche Ernährung mit Milchprodukten, Fleisch, Huhn und Fisch zusammen mit Kaffee und Zucker führt zu einer Störung der Säure-Basen- Balance. In der Folge kommt es zu einem kontinuierlichen Calcium-Verlust. Diese Situation wird durch eine schon unzureichende — durch einen Vitamin-D3-Mangel zusätzlich gestörte — Calcium-Magnesium-Aufnahme und einen erhöhten Calcium-Verlust in der Niere weiter verschärft.

Folge von Calcium-Verlust bei Übersäuerung: brüchige Knochen durch stark verringerter Knochendichte

Die Ernährungsabhängigkeit der Calcium Homöostase zeigt der Vergleich der Amerikanischen mit der (alt)-chinesischen Ernährung :

Das proteinreiche westliche Essen verursacht eine negative Calcium-Bilanz. Die vegetarische Ernährung (drei Mal warmes Gemüse, kein Fleisch, wenig Fisch) führt dagegen zu einem umgekehrten Ergebnis, obwohl die Nahrung wesentlich weniger Calcium enthält und weil sie auch wesentlich weniger Protein enthält.

Zusätzlich ist die Resorptionsrate (Anteil des aus der Nahrung aufgenommenen Calciums) um 33 Prozent höher als in der typischen „Western Diet".

Es kann also nicht erstaunen, dass Lorain Cordain und Kollegen in ihrer Arbeit so hohe Zahlen an osteopenischen und osteoporotischen Frauen in den USA feststellen. Und bei uns in Deutschland, Osterreich und der Schweiz sieht es nicht viel anders aus. Man könnte sagen: Wir arbeiten mit unserer Ernährung, unserem Vitamin-D3-Mangel — kombiniert mit unserem erheblichen Calcium- und Magnesium-Mangel — 30 Jahre zielstrebig daran, spätestens mit 50 Jahren schwere Knochenschäden zu erleiden. Dabei haben wir in diesem Szenario noch nicht einmal das viel schwerwiegendere Problem der durch diese Faktoren ausgelösten chronischen (stillen) Entzündung berücksichtigt. Diese Entzündung, die intrazellular durch unseren Ernährungsstil in Kombination mit unserem Vitamin-D3-Calcium- Magnesium-Bor-Mangel ausgelöst wird, ist so lange „still", bis die dadurch ausgelösten Schäden so groll geworden sind und auf Organebene zu Symptomen führen, die sich dann in Form von z.B. Schmerzen, Herzinfarkt, Arteriosklerose usw. äußern.

Erst dann treibt es die Menschen zum Arzt — in die Schulmedizin.

 

Durch Substitution von Calcium und Magnesium im Verhältnis 2:1 kann man die Schäden einer westlichen Diät ausgleichen, oder man verfolgt eine strikt säurebildnerarme Ernährung (wenig Fleisch und keine Milchprodukte). Laut Löffler ist dies 375-500mg Calcium und 187-250mg Magnesium am besten morgens und abends auf nüchternen Magen. Ohne gleichzeitige Supplementierung von Vitamin D3 wird aber davon nicht genug im Darm resorbiert. Weiterhin sind Spuren von Bor für den Calciumhaushalt vorteilhaft.