Vitamine & Aminosäuren

Vitamine & Aminosäuren



Artikel 1 - 4 von 4

Deutschland ist kein Vitaminmangelland – lediglich die Vitamin D-Zufuhr und die Folsäureaufnahme ist in großen Teilen der Bevölkerung unzureichend. Vitamin C hat sich als Immunbooster bewährt. Es ist an der schnellern Auflösung von Infektionsbedingten Entzündung beteiligt.

Die Vitamine A, C, E – sind neben ihrer Beteiligung an enzymatischen Prozessen auch Antioxidantien.

Im Metabolismus entstehen laufend freie Radikale (Sauerstoffradikale). Freie Radikale sind ein wichtiger Signalgeber für Anpassungsprozesse, können aber auch zu schädigenden Kettenreaktionen führen. Diese Kettenreaktionen führen zu Zellschäden und werden ursächlich für Krebs und Alterungsprozesse verantwortlich gemacht. Antioxidantien wie Vitamin A, C und E sind in der Lage freie Radikale „abzufangen“ und zu neutralisieren.

Leichtere Formen des Vitaminmangels werden als Hypovitaminose bezeichnet, schwere als Avitaminosen. Sie entstehen meistens durch Mangelernährung, Resorptionsstörungen (schwere Durchfälle) oder durch Zerstörung der Darmflora (z.B. durch Antibiotika).

Vitamin C

(biologisch aktive Form: L-(+)-Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das in der Leber vieler Säugetiere aus D-Glukose gebildet wird, vom Menschen aber nicht synthetisiert werden kann und somit zugeführt werden muss. 

Radikalfänger und Antioxidantien

Eine wichtige Funktion von Ascorbinsäure im menschlichen Organismus beruht auf seiner Eigenschaft als Radikalfänger und Antioxidantien (Reduktionsmittel). So schützt es Körperzellen effektiv vor Angriffen durch freie Radikale, Zellschädigungen und verhindert durch Oxidationsvorgänge ausgelöste Zellschäden (z.B. bei Krebs, Arteriosklerose, Grünem Star). 

Vitamin C liegt im Gehirn in 10x höherer Konzentration vor als im übrigen Körper.

Vitamin C ist ein bedeutender Kofaktor bei der Hydroxylierung von Steroiden, Kollagen (Bindegewebe) und verschiedener Aminosäuren (L-Tyrosin, Folsäure, L-Tryptophan) und ist am Cholesterinmetabolismus beteiligt. Vitamin C wird gut über die Blut-Hirn-Schranke aufgenommen und liegt im Gehirn in 10x höherer Konzentration vor als im übrigen Körper. Im zentralen Nervensystem nimmt es auch Einfluss auf die Effizienz bei der Reizweiterleitung an Synapsen, da es an der Herstellung der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin beteiligt ist. Daneben wird Vitamin C als Kofaktor zur Umwandlung von 5- Hydroxytryptophan (5-HTP) zu Serotonin benötigt, während die periphere Konversion von 5-HTP im Magen-Darm-Trakt durch Vitamin C verzögert wird.

Im Zusammenspiel mit Vitamin B6 und Niacin steuert Vitamin C die Produktion von L-Carnitin und nimmt damit eine wichtige Rolle bei Fettverbrennung und Energiegewinnung in der Körpermuskulatur ein.

Im Zusammenspiel mit Vitamin B6 und Niacin steuert Vitamin C die Produktion von L-Carnitin und nimmt damit eine wichtige Rolle bei Fettverbrennung und Energiegewinnung in der Körpermuskulatur ein. Darüber hinaus unterstützt Vitamin C den Abbau von Histamin, welches als Signalmolekül im Zusammenhang mit Infektionen und allergischen Reaktionen freigesetzt wird. 

Vitamin C hat eine immunmodulierende Wirkung auch zur Behandlung und Prophylaxe von Erkältungen

Vitamin C wird aufgrund seiner immunmodulierenden Wirkung auch zur Behandlung und Prophylaxe von Erkältungen eingesetzt. So stärkt Vitamin C die humorale Immunabwehr, da es die Serumkonzentration von Antikörpern erhöht. Im Rahmen der zellvermittelten Immunabwehr steigert Vitamin C die Aktivierung von natürlichen Killerzellen, Lymphozyten und Makrophagen. Vitamin C regt das natürliche Entgiftungssystem des Körpers an, verringert die Bildung krebserregender Nitrosamine und wirkt antimutagen. Gleichzeitig mindert es die Toxizität von Schwermetallen und ist am Abbau verschiedener Medikamente und Drogen beteiligt. Aufgrund einer begrenzten Resorptionskapazität im Darm und der relativ kurzen Verweildauer im Blut (1/2 Stunde) sollte die Einnahme von Vitamin C auf mehrere Tagesdosen verteilt werden, um eine optimale Wirksamkeit zu erreichen. Eine toxische Obergrenze für die Einnahme von Vitamin C ist derzeit nicht bekannt, zumal überschüssiges Vitamin C vom Körper nicht gespeichert wird.

Vitamin E

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für acht fettlösliche Verbindungen. Man unterscheidet vier Tocopherol- und vier Tocotrienol-Derivate, die wiederum in alpha-, beta, gamma- und delta- Formen unterteilt werden. 

Die am häufigsten vorkommende und zugleich biologisch wirksamste Substanz mit Vitamin E-Aktivität ist α-Tocopherol.

Die in der Natur am häufigsten vorkommende und zugleich biologisch wirksamste Substanz mit Vitamin E-Aktivität ist das sogenannte α-Tocopherol. 
Begleitet wird natürliches α-Tocopherol zumeist von geringen Mengen ß-, γ-, δ-Tocopherol, welche sich chemisch gesehen durch die Position ihrer Methylgruppe am Chromanring und hinsichtlich ihrer biologischen Wirkungen voneinander unterscheiden. Vitamin E fungiert als wichtiges Antioxidans, das den Körper vor aggressiven Substanzen und dem Angriff freier Radikale schützt. Erhöhte Dosen Vitamin E tragen dazu bei, oxidativen Stress abzumildern und die Zellmembranen vor Lipid-Peroxidation zu schützen. Vitamin E, insbesondere das α- Tocopherol, bewahrt nachweislich die neuronalen Membranen des Gehirns und die Immunzellen vor oxidativer Schädigung. Gegenüber α-Tocopherol wirken γ-Tocopherol und δ-Tocopherol noch stärker antioxidativ und zusätzlich ausgeprägt antientzündlich. Tierexperimente deuten darauf hin, dass Vitamin E die Synthese proinflammatorisch wirksamer Zytokine (Interleukine 1 und 6) unterdrückt und über Cyclooxygenase 2-Hemmung das Osteoporose-Risiko senkt. 

Vitamin E unterdrückt die Synthese proinflammatorisch wirksamer Zytokine (Interleukine 1 und 6) und senkt über Cyclooxygenase 2-Hemmung das Osteoporose-Risiko.

Tierexperimente deuten darauf hin, dass Vitamin E die Synthese proinflammatorisch wirksamer Zytokine (Interleukine 1 und 6) unterdrückt und über Cyclooxygenase 2-Hemmung das Osteoporose-Risiko senkt Zudem gibt es Evidenz für die Wirksamkeit von Vitamin E in der Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen. So hemmt Vitamin E die Oxidation des schädlichen LDL- Cholesterins und wirkt dadurch schützend auf die Gefäße. Vitamin E beeinflusst auch den Arachidonsäure-Metabolismus und vermindert die Thrombozytenaggregation in den Blutgefäßen sowie die Bildung reaktiver Gewebshormone (Eicosanoide) und senkt damit das Risiko für die Entstehung von Artherosklerose und rheumatoider Erkrankungen. Daneben spielt Vitamin E eine wichtige Rolle bei der Erneuerung von Körperzellen, ist beteiligt an der Muskelfunktion und Nervenleitung und wirkt immunmodulierend. Ein Mangel an Vitamin E ist im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung äußerst selten und tritt in der Regel bei Frühgeborenen auf oder im Zusammenhang mit krankhaften Veränderungen des Verdauungstraktes. Ein Vitamin E-Defizit hat vielfältige Auswirkungen und äußert sich für gewöhnlich in Störungen der Embryonalentwicklung, neurologischen Anomalien, Infertilität, Bewegungskoordinationsstörungen, Immunschwäche oder Veränderungen der Blutgerinnung.

Vitamin B12

Vitamin B12 (Cobalamin) ist für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper essentiell. Vitamin B12 nimmt eine bedeutende Rolle im Energie- und Lipidstoffwechsel, in der Synthese von Botenstoffen (Hormone und Neurotransmitter), der zellulären Entgiftung, bei Zellwachstumsprozessen und der DNA-Synthese, ein. 

Methylcobalamin und Adenosylcobalamin sind die beiden bioaktiven Coenzym-Formen von Vitamin B12.

In Form von Methylcobalamin fungiert Vitamin B12 im Zellplasma als Methylgruppenüberträger

In Form von Methylcobalamin fungiert Vitamin B12 im Zellplasma als Methylgruppenüberträger, zum Beispiel bei der Synthese der Aminosäure L-Methionin aus Homocystein. Bei dieser Reaktion wird Methyltetrahydrofolsäure regeneriert, wodurch ein weiteres Vitamin, nämlich die „aktive” Folsäure gebildet werden kann. L-Methionin ist aber auch der Ausgangsstoff für S-Adenosylmethionin (SAM), einem zentralen Methylgruppengeber, der zur Synthese vieler Hormone und Neurotransmitter benötigt wird. Ein weiteres Produkt, das in diesem Stoffwechselweg entsteht, ist L-Cystein, welches die limitierende Vorstufe von Glutathion darstellt. L-Methionin ist in die Bildung von Adenosyl-Cobalamin involviert, das als weiteres Vitamin B12-Derivat hauptsächlich zur mitochondrialen Energiegewinnung im Körper beiträgt. Adenosylcobalamin ist in seiner Wirkung jedoch abhängig von einer ausreichenden Versorgung mit Biotin. 

Methylcobalamin ist die aktive B12-Form, die die Blut-Hirn- Schranke ohne Schwierigkeiten überwinden kann und essentiell für die Replikation und das Wachstum von Neuronen ist. Im zentralen Nervensystem stimuliert dessen Methylgruppe die Serotoninbildung und schützt die Gehirnzellen vor oxidativer Zerstörung.

Als bedeutende Stickoxid-Fänger werden Cobalamine auch als Antidot bei Blausäurevergiftung eingesetzt. Die Verwendung von Methylcobalamin zur Senkung des Stickoxid-Niveaus hat sich auch bei Multisystemerkrankungen wie dem Chronic Fatigue Syndrom (CFS), Multipler Chemikaliensensibilität (MCS), Posttraumatischem Stress- Syndrom (PTSD) oder Fibromyalgie bewährt. Neben der Regeneration von Nervenzellen und Schleimhäuten ist Vitamin B12 am Stoffwechsel von Proteinen und Neurotransmittern beteiligt. Bei diabetischer Neuropathie führt Methylcobalamin zu einer Verbesserung der Symptomatik und schützt die gegenüber Radikalen besonders empfindlichen Gehirn- Neuronen gegen die Neurotoxizität von Glutamat. Des Weiteren finden sich Hinweise, dass Vitamin B12 für die Aktivität und Balance des sympathischen und parasympathischen Nervensystems bedeutend ist. Auch ein positiver Effekt von Methylcobalamin bei Schlafstörungen ist belegt. Methylcobalamin verbessert den circadianen- sowie den Schlaf- Wach-Rhythmus und erhöht die Licht-Sensitivität. In Form von Hydroxo- bzw. Methylcobalamin wirkt Vitamin B12 als Gegenspieler von freien Radikalen und ist wirksam gegen nitrosativen und oxidativen Stress. Ein klassischer Vitamin B12-Mangel äußert sich in Symptomen wie beispielsweise Müdigkeit, Herzklopfen, blasser Haut, neurologischen Störungen, einhergehend mit einer Verschlechterung des Gedächtnisses. Labordiagnostisch zeigt sich eine makrozytäre, hyperchrome Anämie mit deutlich vergrößerten Erythrozyten im peripheren Blut (Megalozyten).

Folsäure bzw. Folat, früher Vitamin B9 genannt, ist essentiell für viele Stoffwechselvorgänge.

Als Vorstufe des Coenzyms THF (Tetrahydrofolsäure) nimmt Folsäure eine wichtige Stellung im Protein- und Nukleinsäurestoffwechsel ein und ist gerade für sich häufig teilende Zellen im Knochenmark und in den Blutzellen essentiell.

Zudem ist Folsäure als Methylgruppen- Donor in zahlreiche metabolische Prozesse im Nervensystem und Gehirn eingebunden. Auch der Aufbau von Neurotransmittern (Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, GABA) sowie die Biosynthese von Melatonin und Membranphospholipiden sind von einer adäquaten Folsäureversorgung abhängig. Folsäure unterstützt die adrenale Funktion und die Produktion der Hormone der Nebenniere. Die orale Einnahme von Folsäure hat eine hohe Bioverfügbarkeit, der Umwandlungsprozess in seine aktive Form verlangt jedoch adäquate Spiegel von Vitamin B12 und B6. Zunehmend wird auch die aktivierte Form 5-Methyl-THF zur Behandlung eingesetzt. 

Vitamin B9 - Folat Folsäure,

Zunehmend wird auch die aktivierte Form 5-Methyl-THF zur Behandlung eingesetzt.

Bekannt ist vor allem die essentielle Rolle einer guten Folsäure-Versorgung im Homocysteinabbau (Folsäure ist der Methylgruppenüberträger auf Cobalamin zur Bildung des aktiven Methylcobalamins – Vitamin B12) und im Neuralrohr-Wachstum beim ungeborenen Kind. Auch das Gehirn wird durch die Gabe von Folsäure nachweisbar vor altersabhängiger Neurodegeneration geschützt. Ein Folsäuremangel äußert sich häufig in Form von Zungenbrennen und Entzündungen der Schleimhäute – auch der Darmschleimhaut -, durch einen erhöhten Homocysteinspiegel, durch Leistungsabfall, verstärkte Blutungsneigung und neuronale Dysfunktion.

Vitamin D3 + K2

Vitamin D ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Verbindungen, die der Familie der Secosteroide zugeordnet sind.

Vitamin D3 (Cholecalciferol)

Die beiden wichtigsten Vitamin D Vertreter sind das Vitamin D3 (Cholecalciferol) und das Vitamin D2 (Ergocalciferol), denen eine gleiche biologische Vitaminaktivität zukommen. Während Vitamin D3, das vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten ist, größtenteils in der Haut unter Einwirkung von UV-Licht aus 7-Dehydrocholesterol gebildet werden kann, muss Vitamin D2 über pflanzliche Nahrung aufgenommen werden. Beide Vitamin D-Formen werden in der Leber und den Nieren durch zweifache Hydroxylierung zu Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol), dem metabolisch aktiven Vitamin D-Hormon, umgewandelt.

Vitamin D3 spielt eine wichtige Rolle im Calcium- und Knochenstoffwechsel

Neben seiner bekannten Rolle im Calcium- und Knochenstoffwechsel verbessert Vitamin D auch die Stoffwechselregulation, stärkt den Herzmuskel und fördert die Muskelarbeit. Zudem gibt es Evidenz, dass Vitamin D die Effekte des angeborenen Immunsystems steigert, während es die Antwort des adaptiven Immunsystems herabsetzt. Studien zeigen, dass ein Vitamin D-Mangel die T-Zell-Aktivität hemmt und dadurch die Immunabwehr gegen Fremdkeime sinkt. Vitamin D-Gabe kann diese Funktionalität wiederherstellen. Auch überschießende Immunreaktionen, wie etwa bei Autoimmunerkrankungen, sind nach neuesten Erkenntnissen eine Indikation für Vitamin D Supplementierung. Untersuchungen zeigen, dass gerade Patienten mit Fibromyalgie und Chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) niedrige Vitamin D Spiegel besitzen, was unter anderem die Ursache für Muskelschmerz und Adynamie sein dürfte. Ein adäquater Vitamin D Status scheint auch schützende Wirkung gegenüber Erkrankungen der Muskulatur und der Knochen (Muskeldegeneration, Knochenbrüche), gegen Infektionskrankheiten, kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes (Typ I und II), verschiedene Krebsarten, neurokognitiver und mentaler Dysfunktion, ebenso wie gegenüber Infertilität, Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen zu haben. Auch während des Alterungsprozesses wird Vitamin D ein zunehmend wichtiger Nährstoff. Dies gilt nicht nur für die Knochengesundheit, sondern auch für die Gesunderhaltung der Zähne und des Gehirns. Studien zeigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem Vitamin D- Mangel und dem Auftreten von periodontalen Erkrankungen, chronischen Zahnfleischentzündungen und einem damit zusammenhängenden Zahnverlust. Ein sehr niedriger Vitamin-D Spiegel steht auch im Verdacht das Risiko für Alzheimer-Demenz zu erhöhen.

Vitamin D-Gabe kann die normale Calcium-Funktionalität wiederherstellen.

Vitamin K wird für die Synthese von Prothrombin, als Kofaktor im Osteocalcin-Stoffwechsel und Stoffwechsel der Matrix-Gla-Proteine benötigt. Namensgebend für die Vitamin-K- Gruppe war die indirekte Wirkung auf die Blutgerinnung (Koagulation). Heute wird zwischen verschiedenen Formen des Vitamins unterschieden. Menachinon wird im gesunden Körper u. a. durch die Bakterien der Darmflora gebildet. Etwa die Hälfte des Bedarfs an Vitamin K wird so bereitgestellt. Wie bei den anderen Vitamin-K-Vertretern wird für die Aufnahme (Resorption) aus dem Darm die Anwesenheit von Gallensäuren benötigt. Vitamin K2 (Menachinon) ist nach Prüfung durch die europäische Aufsichtsbehörde EFSA im Jahr 2009 neben Vitamin K1 (Phyllochinon) zur Verwendung in europäischen Lebensmittel- und Nahrungsergänzungszubereitungen zugelassen. Ferner wurden positive Health Claims für Vitamin K veröffentlicht (Knochen und Blutgerinnung). Aufgrund unzureichender Dokumentation wurden eingereichte Health Claims bezüglich des Schutzes der Gefäße vor Arteriosklerose von der EFSA abgelehnt.

Da Vitamin D an der Bildung von MGP beteiligt ist, wird eine kombinierte Einnahme von Vitamin D und Vitamin K empfohlen.

Alle Vitamin K-Formen dienen als Kofaktoren der γ-Glutamyl-Carboxylase, einem Enzym, das an der Blutgerinnung und an der Aktivierung des für die Knochenmineralisation wichtigen Osteocalcins beteiligt ist. Auch die Aktivierung des Gerinnungsfaktors Prothrombin in der Leber ist Vitamin K abhängig. Unter anderem bewirkt Vitamin K auch eine Aktivierung des körpereigenen Matrix-Gla-Proteins (MGP), welches Calciumablagerungen in der extrazellulären Matrix von Weichteilgeweben (z.B. Blutgefäßen, Herz, Lunge und Nierengewebe) entgegenwirkt. In diesem Zusammenhang zeigen Studien einen inversen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin K2 und dem Risiko für das Auftreten von koronarer Herzkrankheit.